Wird Donald Trump die USA ins Chaos geleiten?

Es ist wichtig zu wissen, dass ich diesen Artikel geschrieben habe, BEVOR Trump im Amt war. Er war bereits gewählt, aber noch nicht offiziell Präsident. Ich hoffe möglichst neutral geblieben zu sein. Schreibt mir ob ich es geschafft habe.

Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Daran ist nichts mehr zu rütteln. Versinkt die Welt nun in Terror, weil Donald Trump Präsident ist? Für viele Clinton-Anhänger scheint das den Eindruck zu machen. Sie gehen auf die Straße um gegen die Wahlen zu protestieren. „Trump is not our President“. Die Frage ist nur wer unter die Sparte „our“ fällt. Die andere Hälfte Amerikas die pro Trump ist, bestimmt nicht. Aber welche Auswirkungen hat diese Wahl wirklich, wie ist es zu diesem überraschenden Ergebnis gekommen und vor allem: wer denkt wie über wen?

Sowohl Clinton als auch Trump waren bereits vor ihrer Kandidatur bekannt. Clinton arbeitete unter anderem als Vize-Präsidentin und durfte sich zwei Amtszeiten ( also acht Jahre) lang First-Lady nenne. Auch über Trump wurde immer wieder gesprochen, nicht zuletzt aufgrund seiner international populären Luxusmarke, sondern auch wegen seiner unheimlich erfolgreichen TV-Shows. Unter die Marke „Trump Organization“ fallen sowohl Golfplätze, als auch Hotels bis hin zu Weinsorten. Für viele Menschen ist das bereits ein Beweis für Trumps wirtschaftliche Kompetenz. Bei Hillary Clinton wird besonders die lange Erfahrung in der Politik geschätzt, da sie sowohl als Rechtsanwältin, Vize-Präsidentin und First-Lady arbeitete.

Trump sorgte gleich zu beginn der Wahlkämpfe für heftige Furore. Von Anfang an wird klar „Dieser Trump weiß was er will“. Nur die Frage was er nun eigentlich will blieb für viele Menschen eindeutig ungeklärt. Man hatte das Gefühl, dass er vor allem eines wollte: auffallen! Und das ist ihm wirklich gut gelungen.

Eine einseitige Werbung in der New York Times kann bis zu 100.00 Dollar kosten. Sagt Trump aber einmal etwas über die große Mauer die er bauen will, so bekommt er sie umsonst. Eine Artikel über ihn bringt ihn nicht nur einen entscheidenden Schritt näher zum ( oder weiter weg vom) Amt des Präsidenten, sondern unterstützt auch seine Luxusmarke. Zu beachten ist allerdings auch der schlechte Ruf, den der jeweilige Kandidat dadurch erhalten kann. In Sachen Medien konnte Hillary Clinton sich oftmals recht glücklich schätzen. Die Welt der Stars war zum Beispiel eindeutig von Hillary Clinton-Anhängern dominiert- ein enormer Vorteil! Tausende Fans halten sich an ihre Idole, wollen wählen wie sie. Obama, Katy Perry, der Typ der Iron Man gespielt hat, Miley Cyrus und Adele können sich wohl nicht irren oder? Viele Menschen sehen diese Aufforderung zum Wählen allerdings auch als recht besserwisserisch, bestimmend. Besonders im Thema Politik kann es recht leicht zu Spannungen kommen wenn einem gesagt wird wie man sich entscheiden soll.

Doch natürlich hatte auch Trump bekannte Unterstützer. Der legendäre Western-Held Clint Eastwood, Schauspieler Jon Voight sowie Boxer Mike Tyson sind stark für den „Donald“. Auch viele bekannte Redner oder Politik-YouTuber unterstützen ihn wie beispielsweise Milo Yiannopolis oder Joseph Paul Watson. Die Vielseitigkeit und Menge an Stars kommt jedoch nicht an die Clintons heran.

Wenn man Trumps und H. Clintons Pläne und Ansichten vergleicht, so wird klar, dass Trump Veränderung will. Aber kein kompletter Umsturz- vielmehr eine Rückkehr zu alten Werten. Eine Art konservativer Martin Luther für die Vereinigten Staaten. Er will Wechsel noch viel mehr als Clinton sie fordert. Für viele gilt er bestimmt schon als Revoluzzer. Trump will nämlich nicht nur Obamacare abschaffen, wofür ( wie der Name schon sagt) Präsident Obama besonders hart arbeitete, sondern auch die umstrittene Mauer bauen. Obamacare ist im Grunde genommen ein System das versucht möglichst vielen Menschen eine Krankheitsversicherung zu beschaffen. Dieses Projekt ist jedoch heftig umstritten, da nicht jeder vom Gelingen des Projektes überzeugt ist. Der geplante Bau einer Mauer sorgte allerdings für viel größeres Aufsehen. Trump plant eine Sicherung entlang der Grenze zu Mexiko zu errichten. Vorerst klingt das nach einem unmöglichen Unterfangen- und auf den zweiten Blick vielleicht auch- Trump argumentiert jedoch, dass bestimmt nicht alle Bereiche eine Mauer bräuchten. Es gibt Gebiete auf denen man einfach keine Mauer bauen kann, aber an diesen Orten kommen auch keine Flüchtlinge durch. Was viele außerdem nicht wissen ist, dass Mexiko selber eine Mauer hat, die allerdings nicht so lang wie die von Trump geplante ist. Man könne diese bestimmt beim Bau der Mauer berücksichtigen. Finanzieren soll nach eigenen Aussagen diese Mauer Mexiko selbst. Und zwar nicht durch nettes Fragen, sondern Sanktionen. Mexiko würde mehr oder weniger mit der Zeit dazu gezwungen werden das Geld zu bezahlen.

Was die Länge der Mauer angeht, so wird eine ungefähre Länge von 1.600 Kilometern erwartet. Die Chinesische Mauer im Verglich ist unglaubliche 21.000 Kilometer lang. „Unsere Technologie zum Bau von Mauern ist in den vergangenen 2.000 Jahren deutlich besser geworden“, sagt Trump in seinem Buch „Great Again“.

Hillary Clinton hat eine deutlich andere Sicht der Dinge. Sie will Obamacare unbedingt weiterführen. Ebenso will sie die Transparenz der Geheimdienste erhöhen, fordert für mehr Einhaltung der Gesetze und will mehr Härte in Außenpolitischen Sachverhalten zeigen. In dieser Hinsicht sind sich die beiden einig: die Außenpolitik sollte nicht mehr so pingelig und kompromissfreudig sein wie unter Obama. Bei der Frage bei wem Härte gezeigt muss teilen sich jedoch die Gemüter. Clinton sieht Russland als Gefahr, besonders Kreml-Chef Putin. Trump scheint eine ganz gute Beziehung zu Putin und damit Russland zu haben, deshalb sieht er Russland vermutlich nicht als Feind, sondern viel mehr als Konkurrent wenn nicht sogar Partner an.

Hillary Clinton setzt sich aktiv für den Umweltschutz ein. Besonders in Hinsicht auf Klimaerwärmung vertreten die beiden unterschiedliche Meinungen. Trump nämlich empfindet das Naturphänomen als rein erfunden, oder mit zu wenig Beweisen versehen. Genauso wie die meisten andern Republikaner und auch die Parteisprecherin der AFD ( Alternative für Deutschland) Frauke Petry, glaubt Trump nicht an Klimaerwärmung bis es eindeutige Beweise dafür gibt. Er hat vor sich leicht aus dem Klimaschutz zurückzuziehen.

Über Trump gab es nicht DEN Skandal. Es war eine Beleidigung gegen Rosie O‘ Donnel da, ein Tweet gegen Obama oder eine weitere Klage, die besagte er hätte Frauen sexuell belästigt, die die Zeitungen füllten. Während Trump die Medien mit kleinen Auffälligkeiten in Schach hielt, fiel Clinton besonders durch einen großen Fehler auf: ihre E-mails. Sie hatte nicht nur vertrauliche E-mails über einen nicht verschlüsselten Server verschickt, sondern auch 30.000 ihrer eigenen elektronischen Nachrichten einfach gelöscht als sie dazu aufgefordert wurde sie auszuliefern. Obwohl sie das FBI als unschuldig einstufte, benutzte Trump diesen Vorfall oft um die Welt davon zu überzeugen, dass Clinton eine Lügnerin sei. Clintons Ruf hatte sich auch durch einen anderen bekannten Skandal verschlechtert. Der, allerdings schon länger zurückliegende, Benghazi-Anschlag.

Am 11. September 2012 wurde eine US-amerikanische Botschaft in Libyen angegriffen. Das Datum wurde höchstwahrscheinlich nicht aufgrund der Anspielung zu 9/11 ausgewählt, sondern weil kurze Zeit davor „The Innocence of Muslims“ veröffentlicht wurde, ein Film der größtenteils anti-islamische Gefühle wecken sollte. Deshalb gingen viele Menschen in muslimischen Ländern vor Botschaften der USA protestieren. An jenem Tag brach eine anscheinend bunt zusammengewürfelte, militante Sippschaft in eine Botschaft in Libyen ein und tötete vier Menschen. Der einzige gefasste Angreifer war Ahmed Abu Khattala, ein geborener Libyer. Clinton wurde in den Fall verfasst, da sie zu jener Zeit Außenministerin war. Ihr wurde vorgeworfen nicht gehandelt zu haben. Der Anschlag hätte verhindert werden können, da ernstzunehmende Warnungen eingetroffen wären. Der Obama Organisation wurde daraufhin vorgeworfen, Clintons angebliches Versagen verschleiert zu haben. Besonders umstritten war folgende Aussage Clintons:

„Was it because of a protest or was it because of guys out for a walk one night and decided they’d go kill some Americans? … At this point, what difference does it make?“

Hillary Clinton hat sich bereits für ihre Missetat entschuldigt, trotzdem wird ihre Arbeit beim Bengasi-Attentat immer wieder von politischen Gegnern aufgerollt.

Wie nahezu alle Politiker hat Trump bisher eines getan: viel versprochen! Er wird eine Mauer bauen, Steuern senken, die Infrastruktur stärken, den IS zerstören, ein besseres Gesundheits-System einführen, das Militär verstärken und Veteranen dabei helfen nach dem Krieg wieder in ihr altes Leben zurückzukommen- sehr schön! Die Frage ist nur; kann er das schaffen? Ist es überhaupt möglich SO viel durchzusetzen? Erwähnt werden muss, dass der Kongress (Legislative der USA) über eine republikanische Mehrheit verfügt (56% Republikanisch, 43% Demokratisch). Dadurch kann Trump Ideen wesentlich leichter umsetzten als sein Vorgänger Barack Obama. Dieser hatte nämlich 2009 damit geworben das Gefangenenlager in Kuba „Guantanamo Bay“ aufzulösen. Bis dato ist es Obama nicht gelungen die Einrichtung zu schließen. Das Lag vor allem am Kongress der derartige Vorschläge sofort zurückwies.

2 Monate hat der „Donald“ noch Zeit um sich einen guten Plan auszuklügeln. Und drüber nachzudenken wie er seine Pläne in die Tat umsetzt. War alles nur Lüge um gewählt zu werden? Oder hält er sich strikt an seinen Plan. Und die wohl wichtigste Frage: Macht er AMERICA GREAT AGAIN?

Eines ist klar: Wir sind gespannt!

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9 Gedanken zu “Wird Donald Trump die USA ins Chaos geleiten?

  1. Über Politik und Religion lässt sich immer streiten. Es gibt Ansätze, die ich gut finde. Erstmal für das eigene Volk sorgen. Obamacare ist leider schon vor Trumps Auflösung gefloppt. Das ging sogar über den Mainstream und nicht nur über die Alternativen Medien. Ein schwieriges Thema. Es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht. Ich denke auch – erstmal abwarten. Die Panikmache überall ist – meiner Meinung nach zu sehr gepuscht.

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  2. Hm. Also. Ja. Donald Trump… Ich muss dir recht geben, dass die Medien oft peinlich einseitig über ihn berichten, aber es lässt sich einfach nicht schönreden: Der Mann ist ein erbärmlicher Idiot, und allem Anschein nach ein gefährlicher, viel gerfährlicher, als ich während der Wahl noch hoffte.
    Da gehörte ich noch zu der „Ach naja, Hilary Clinton ist auch doof“-Fraktion, aber ich muss jetzt sagen, ich wünsche mir so sehr, sie hätte gewonnen.
    Ich hoffe, dass er nicht zu viel kaputt macht, aber ich fürchte, er hat jetzt schon viel mehr Schaden angerichtet, als man auf Anhieb sieht.

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    1. Naja, ich bin mir nicht so sicher ob er soviel Schaden anrichten wird. Außerdem stufe ich ihn nun nicht als gefährlicher ein als vor der Wahl, da er ja eigentlich exakt das getan hat was er vorhergesagt hat. Eines muss man dem Donald lassen: Er steht zu seinem Worte.
      Trotzdem gibt es immer noch unglaublich viele Punkte die gegen ihn sprechen. Allein seine Ausdrucksweise und die Tatsche, dass er sich so leicht angegriffen fühlt. Oft kommt er mir wie ein kleines Kind vor, das gerade Twitter für sich erfunden hat.

      Um ehrlich zu sein hätte ich am liebsten Obama nochmal 8 Jahre im Dienst gesehen. Er war eindeutig nicht perfekt, aber ein schlechter Präsident war er auch nicht. Er hat zwar Guantanamo Bay nicht schließen können, und den Friedensnobelpreis hat er ebenfalls nicht verdient, allerdings halte ich ihn für einen guten Präsidenten.

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      1. „Eines muss man dem Donald lassen: Er steht zu seinem Worte.“
        Naja. Es sei denn, er tut es nicht. Dann nicht. Aber sonst immer.

        Aber ich geb dir insofern recht, als er bisher getan hat, was er angekündigt hat. Aber dass er so brachial rumholzt und Dinge, die seine Vorgänger über Jahrzehnte aufgebaut haben, einfach so mit dem Arsch einreißt und seinen unfassbar peinlichen Twitter-Account auch jetzt als Präsident kein bisschen zügelt, das hätte ich einfach nicht gedacht. Ich dachte mehr, dass er vom Amt sicher auch gestreamlinet wird, hat ja auch bei unseren Grünen geklappt, aber er scheint wirklich genau der rücksichtslose Arsch zu bleiben, als der er auch in seinen Shows immer aufgetreten ist. Tse…
        Was Obama angeht: Den fand ich sehr sympathisch. Als Präsidenten eher so mittel. Aber besser als Clinton, das schon. Nicht dass ich da viel Expertise hätte. Aber so schätze ich es auf Basis des kleinen bisschens, das ich mitgekriegt habe, ein.

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  3. Ja, klar: Experten sind wir alle nicht. Jeder Präsident und Präsidentschaftskanditat in den letzten Jahrzenten hat bestimmt mehr Ahnung als wir, aber trotzdem reden wir alle gescheid. Aber wieso auch nicht? Gehört ja dazu.
    Trotzdem muss man sagen, dass vermutlich niemand von uns so dumm wäre einen Twitter Account so zu führen die Donald Trump. Vielleicht generiert er Aufmerksamkeit, vielleicht bekommt er dadurch Wähler, aber die Reputation leidet darunter. Trump ist vielleicht ein guter Geschäftsmann und auch seine Kontakte dürfen nicht unterschätzt werden, aber im Vergleich zu Obama ist er ein sehr vulgärer, oftmals zum Fremdschämen anregender Präsident.

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    1. „Jeder Präsident und Präsidentschaftskanditat in den letzten Jahrzenten hat bestimmt mehr Ahnung als wir“
      In Bezug auf Trump würde ich dagegen halten.

      „Trotzdem muss man sagen, dass vermutlich niemand von uns so dumm wäre einen Twitter Account so zu führen die Donald Trump. Vielleicht generiert er Aufmerksamkeit, vielleicht bekommt er dadurch Wähler, aber die Reputation leidet darunter.“
      Tja. Weiß nicht. Es scheint ihm in der Wahl ja sogar geholfen zu haben? Schon komisch. Seehofer kommt ja anscheinend auch bei ein paar Leuten gut an, obwohl er sich in meinen Augen wie der letzte Mensch geriert. Da ist halt jeder Jeck anders.

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      1. Ich denke schon, dass sich sein Twitter Account gut aufgewirkt hat, da er dadurch aufgefallen ist. Selbst wenn die Aussagen dumm waren, kam er dadurch in die Zeitungen. Dadurch sind andere Kandidaten vermutlich einfach in Vergessenheit geraten.

        Gefällt 1 Person

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