Die Kuckucksuhr {3}

Ich kann eine graue Steinmauer sehen. An manchen Stellen ist Noppenschaumstoff angebracht, wie er in Tonstudios verwendet wird um den Klang zu dämmen. Ein warmer Hitzeschwall knallt mir entgegen. Ich krieche nach vorne und beuge mich über die Kante. Meine Finger krallen sich am Metall fest. Ich habe das Gefühl mich in einem viel zu großen Durchlüftungsschacht zu finden. Unter mir ist ein quadratischer, möblierter Raum. Er ist circa fünf mal fünf Meter groß und mit einem Computer, einem Bett und mehreren Regalen ausgestattet. Neben dem Bett steht eine weiße, voll aufgedrehte Heizung. Der gesamte Raum muss unterirdisch sein, denn von außen war mir ein solcher Raum nicht aufgefallen. Mein unwohles Gefühl hat sich nun in ein Gefühl von innerer Hitze verwandelt, der die Temperatur des Raumes um Längen übertraf. Trotzdem bin ich fasziniert von diesem Raum. Wer gibt sich so viel Mühe dabei ein kleines Büro einzurichten? Warum muss es unterirdisch sein? Sofort denke ich wieder an die Tätigkeit des Bewohners. Vielleicht ist er ja Musiker und deshalb braucht er den Noppenschaumstoff an den Wänden? Oder er ist Fotograf und bearbeitet seine Bilder hier. Wie man es auch dreht und wendet: Die Person die hier lebt muss ein eigenartig sein. Durch und durch eigenartig.

Trotzdem kann ich meine Augen nicht von diesem Raum lassen. Ich kneife die Lider zu schmalen Schlitzen zusammen, um mehr erkennen zu können. Der Computerbildschirm ist schwarz. Trotzdem weiß ich, dass er eingeschaltet ist, da die angeschlossene Maus leuchtet. Das gesamte Regal ist mit blauen Ordnern gefüllt. Aus jedem davon ragt ein Büschel zerfledderter, bis zum Rand beschriebener Zettel. Daneben steht das Bett, das mit einem Bettuch mit Blumenmuster überzogen ist. Darauf liegt ein Polster, ein dünnes Lacken und eine große Anzahl an Taschentüchern. Bevor ich überhaupt begreife was ich tue, betrete ich die erste Sprosse. (Tick…tack…tick…tack) Dann noch eine, noch eine, die noch, jene und noch eine. Schließlich stehe ich mit beiden Füßen am Boden des Raumes. Ich blicke die Leiter hinauf und vergewissere mich, dass die beiden Metalltüren noch offen stehen Ja! Zuerst trete ich ans Regal. Ich versuche zu lesen was auf den Ordnern steht, kann die krakelige Schrift jedoch nicht entziffern. Noch einige Zeit plage ich mich mit der verschlungenen Handschrift herum, dann gehe ich zum Bett. Ich lege mich auf den Bauch und sehe darunter. Ein paar zusammengeknüllte Zettel, zwei gebrochene Bleistifte- sonst nichts. Unter der Bettdecke ist auch nichts Auffallendes zu finden, deshalb wende ich mich zum Computer. Gerade als ich die Maus ergreifen will entdecke ich eine kleine Metallleiste in der Wand. Dahinter befindet sich eine schmale Einbuchtung. Die Wand in der umliegenden Nähe trägt eine leichte Verfärbung, in Form eines mannsgroßen Quaders. Meine Finger ertasten den Raum hinter der Metallleiste und finden einen schmalen Griff. Ich versuche zuerst daran zu ziehen, dann drücke ich ihn nach oben und ich fühle wie ein Stück der Wand vor mir nachgibt. Die Tür schwingt auf und ich weiche sofort zurück. Wie ein Murmeltier, die Hände vor der Brust, meinen Körper komplett stillhaltend, werfe ich einen langsamen Blick durch die Tür. Dahinter befindet sich ein breiter Gang, der vom Licht des Zimmers in dem ich stehe, erhellt wird. Ich mache zwei Schritte nach vorne. Wie tief ist dieser Komplex? Ich kann das Klopfen meines Herzens durch den Brustkorb spüren. Ein leises Stöhnen dringt zu meinen Ohren. In einem Rausch aus Neugierde und Entdeckungsdrang betrete ich den Raum. Der Flur, in dem ich stehe, geht nach geschätzten zehn Metern in einen Zellentrakt über. Der Boden ist mit hellroten, vertrockneten Flecken überzogen. An den Gitterstäben hängen Harre und klebrige Gebilde, die aussehen wie weißes Spaghetti Sugo. Das Kratzen, Keuchen und Trampeln, das von allen Richtungen kommt, hat sich zu einem omnipräsenten Laut angestaut, der wie ein Skalpell durch meinen Gehörgang kratzt. Mein Kopf ist bereits zurück bei der Leiter, meine Beine aber tragen mich immer weiter nach vorne. Der gesamte Gang ist circa dreißig Meter lang, das zeigt mir eine Lampe die am Ende angebracht ist. Meine Beine fühlen sich an als wären sie bloß Stöcke, die bei jedem Schritt zerknacken könnten. Meine Augen zucken unruhig hin und her, abschätzend wo die größte Bedrohung lauert. Doch irgendetwas treibt mich an. Ich stolpere einfach weiter und weiter, bis ich schließlich wenige Meter vor der ersten Zelle stehen bleibe. Meine Beine zittern so stark, dass ich beinahe zur Seite umfalle. Dann stolpere ich zwei Schritte nach vorne und riskiere einen Blick zur Seite. Sie! (Tick…tack…)Es ist eine der Frauen auf den Bildern. Ich hatte sie in der abgenutzten Schatulle hinter dem Buch gesehen. Sie ist es die am Schnee gelegen hatte. Ihre beiden Hände sind durch zwei Metallketten befestigt. Ihr Körper hängt schlaf herab. Die Fußspitzen schweben wenige Zentimeter über dem Boden. Ihr Kopf ist kahlgeschoren, das Shirt leicht hinaufgeschoben, darunter ist ein blutunterlaufenes „Ω“ in den Körper eingeritzt. Der Boden ist von Blut und Hautfetzen übersät. Der bestialische Gestank vermischt sich mit dem verstörenden Bild und ich wende mich von der Zelle ab. Mein Kopf schmerzt wie nie zuvor und ich falle auf die Knie. Vor meinem inneren Auge taucht erneut das eingeritzte „Ω“ auf. Ich spüre, dass mein Hals brennt, dann übergebe ich mich. Ich wische mir den Mund ab und versuche aufzustehen. Beim zweiten Mal gelingt es mir und ich strauchle nach vorne. Raus! RAUS, RAUS, RAUS! Ich falle erneut hin, ziehe mich wieder auf die Beine und halte mich an der Türe fest. Plötzlich höre ich etwas. Eine Zelle wurde aufgeschoben. Ich drehe mich um, aus reinem Reflex, und seh einen Schatten in den Gang treten. Die Person besitzt eine hünenhafte Gestalt und hält einen länglichen Gegenstand in der Hand.

„WAS MACHEN SIE IN MEINEM HAUS?“ Der Mann beginnt zu laufen. Panik überrollt mich. Sie ergreift jede einzelne Faser meines Körpers und verebbt schließlich mit einer verstörenden Erkenntnis: Der Bewohner hätte gar nicht kommen können! Er ist die ganze Zeit da gewesen! Ich kippe aus dem Türrahmen und schlage die Tür hinter mir zu. Als ich zur Leiter haste, stoße ich mit dem Becken gegen den Schreibtisch. Ich verziehe schmerzhaft das Gesicht, bekomme jedoch keinen Laut heraus. Der Bildschirm hinter mir erwacht zum Leben. Während ich die Sprossen hochklettere und versuche meine zitternden Beine zu kontrollieren, werfe ich einen Blick hinter mich. Ich sehe auf den Computerbildschirm. Er ist in mehrere Quadrate unterteilt. Jedes davon zeigt das Innere einer anderen Zelle. Am untersten Quadrat ist der Flur zu sehen. Ein Mann taucht am Kamerarand auf und prescht durch das Bild. Das Fleischermesser in seiner Hand führt er wie einen Stab beim Staffellauf. Sein Körper verschwindet vom Bildschirm und ich höre etwas mit voller Wucht gegen die Tür knallen. (Tick…tack…tick…tack) Ich befinde mich mittlerweile am Ende der Leiter und ergreife den Rand der Metalltür. Als ich mich durch die Luke zwänge, vernehme ich ein lautes Krachen von unterhalb. Er hat die Tür aufgebrochen! Ich stoße mich vom Metall ab und knalle mit dem Fuß gegen den Kasten. Das Bücherregal bebt, während ich versuche mich aufzurichten. Durch den Regen von Büchern zischt plötzlich eine schwarze Urne. Sie zerschellt nur Zentimeter neben meinem Schädel und ich werfe vor Schreck die Hände in die Luft. In den schwarzen Scherben des Gefäßes liegen eine Handvoll Finger. Allesamt mit einem Faden zu einer Kette verbunden. Ich bekomme einen Würgereiz, versuche aber zugleich mich aufzurappeln. Das Klimpern des Bewohners an den Sprossen wird immer lauter. Ich stürze in den anderen Raum und reiße mehrere Schubladen auf. Schließlich finde ich ein langes, (tick…tack…tick…tack) spitzes Küchenmesser und wende mich um. Der Bewohner ist gerade aus dem Schrank gekrochen. Er ist ganz in schwarz gekleidet, selbst seine Hände sind mit Handschuhen überzogen. Der Bewohner stützt sich auf das blutige Schlachtermesser, welches er in der linken Hand hält und steht auf. Er überragt mich um einiges. Ich umgreife mein Messer so fest, dass meine Knöchel weiß werden. Ich mache einen Schritt in Richtung Tür, aber stolpere sofort wieder zurück an meinen ursprünglichen Platz. Auf keinen Fall kann ich es riskieren dem Mann meinen Rücken zuzuwenden. Er wagt einen schnellen Schritt auf mich zu, dann fängt er an zu rennen. Seine schweren Schritte lassen die Dielen krachen. Ich umgreife mein Messer mit beiden Händen. TICK. Sein Kopf befindet sich nun im Türrahmen TACK. Die Spitze meines Messers zittert auf und ab. TICK. Er hebt das Messer über seinen Kopf und prescht auf mich zu…TICK…TACK…TICK…TACK… Ich stoße mich mit dem Fuß vom Waschbecken ab und schnelle nach vorne. Ich schließe die Augen und stoße das Messer so schnell und kraftvoll wie möglich nach vorne.

…TICK…TACK…TI…KUCKUCK…KUCKUCK…KUCKUCK…KUCKUCK…

Falls dir diese Geschichte gefallen hat, sei bitte so nett und empfiehl sie deinen Freunden weiter. Das würde mir sehr helfen dieses nicht kommerzielle Projekt weiterführen zu können! Man sieht sich ;- )

Nick Gleissner-2. Febr. 17-Alle rechte vorbehalten ©

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11 Kommentare zu „Die Kuckucksuhr {3}

    1. Ja, mit Horror ist das immer so eine Sache. Die einen lieben es, die anderen können nicht verstehen wie man soetwas mögen kann.
      Aber nein, es würde mich sehr freuen ein Feedback zu erhalten! Ich will auf lesend sowieso dazu auffordern zu schreiben. Also egal ob Feedbacks, sonstige Kommentare oder eigene Geschichten, ich freue mich über alles das zu lesen bekomme. Ich bin sehr gespannt was gut und was nicht so gut an meiner Geschichte war. Fühl dich frei!!

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      1. Och, gegen Horror an und für sich hab ich nix. Ich hab ja sowas im weiteren Sinne auch in meinem Blog. Aber ich glaub, diese Variante davon ist nicht so mein Ding. Für mich leben Geschichten in Dialogen und Charakteren, und hier steht (Ich hoffe, ich tu dir jetzt nicht Unrecht.) ja sowas eher im Hintergrund, deshalb liegt es mir nicht so.
        Ausführliches Feedback, gut, versuch ich mal. Man hat ja eh die Gefahr, dabei überheblich und besserwisserisch rüberzukommen, und ich fürchte, ich neige dazu noch mal extra, aber ich mein das gar nicht so, okay? Ich bilde mir gar nicht ein, dass ich das besser könnte, ich versuch nur zu beschreiben, wie ich den Text wahrnehme.
        Dein Stil kommt bei mir für das, was du mutmaßlich vorhast (was insbesondere zum Schluss ja sehr actionlastig wird und vorher … wie sag ich denn? Auch eher auf Unmittelbarkeit zielt, glaub ich?), zu distanziert rüber. Beispiel:
        „Ich kann eine graue Steinmauer sehen.“ hätte ich direkter formuliert, ohne das Filterverb. „Vor mir ragt eine graue Steinmauer auf.“ oder mit einer anschaulichen Beschreibung zusammen: „Fetzen schimmligen graugrünen Noppenschaumstoffs sind hier und da an eine steinerne Mauer geklebt, an der Wassertropfen aus der stickigen, warmen Luft kondensieren.“ Na gut, ja nicht perfekt. Hab ja auch nie behauptet, ein toller Schriftsteller zu sein. Und ich hab auch keine Ahnung, ob der Raum überhaupt feucht und schimmelig sein soll. Sonst halt anders. Aber weißt du, was ich meine?
        Damit hättest du eventuell auch das „Ein warmer Hitzeschwall knallt mir entgegen.“ erschlagen. Das hat mich ein bisschen rausgerissen, weil so heiße Luft ja eher nicht knallt, sondern … was anderes macht. „…strömte mir entgegen“, „raubte mir den Atem“, „brachte mich zum Husten“, oder so? Und dass der Hitzeschwall warm ist, hätte man nicht unbedingt erwähnen müssen, find ich.
        „Das gesamte Regal ist mit blauen Ordnern gefüllt. Aus jedem davon ragt ein Büschel zerfledderter, bis zum Rand beschriebener Zettel. “
        Das find ich zum Beispiel genau richtig. Da kann ich mir sehr bildhaft was vorstellen, da ist kein unnötiges Filterverb dazwischen, das ruft was auf in mir.

        „Bevor ich überhaupt begreife was ich tue, betrete ich die erste Sprosse.“
        GANZ pingeliger Kleinkram, aber mir sind auch viele solcher kleinen Kommafehler aufgefallen. Wenn die nur Tippfehler sind, kein Ding, die sind immer, aber falls du dir nicht sicher bist, wo die Kommata hingehören, vielleicht noch mal nachlesen.

        „Ich blicke die Leiter hinauf und vergewissere mich, dass die beiden Metalltüren noch offen stehen Ja!“
        Das fand ich gut. Sehr verständlich, und auch die direkte Antwort in kursiv mit dem Ausrufezeichen. Das hab ich sehr flüssig und gerne gelesen.

        „Unter der Bettdecke ist auch nichts Auffallendes zu finden, deshalb wende ich mich zum Computer.“
        Da wird es wieder so indirekt. Ich glaube, für mich wäre da eine kurze Beschreibung, wie der Protagonist die Decke hochhebt – vielleicht mit ein bisschen Angst, was drunter sein könnte…? – besser gekommen als diese reine Ergebnisdarstellung. Das entfernt mich als Leser weiter von der Figur.

        „Die Wand in der umliegenden Nähe trägt eine leichte Verfärbung, in Form eines mannsgroßen Quaders.“
        Das fand ich auch wieder ein bisschen eigenartig, einmal vong Verb her (Die Wand „trägt“ die Verfärbung? Ich glaube, das würde man so nicht sagen.), aber ich kanns mir auch gar nicht vorstellen. Ein Quader ist doch dreidimensional, aber wenn ich vor der Wand stehe, sehe ich doch nur die Oberfläche? Wäre das dann nicht ein Quadrat? Oder raffe ichs nur nicht?

        „Wie tief ist dieser Komplex? Ich kann das Klopfen meines Herzens durch den Brustkorb spüren.“
        Das hat für mich gut funktioniert, auch die Frage. Da fällt mir ein Muster auf: Wo ich direkt die Gedanken der Figur lese, fühle ich mir ihr näher. Vielleicht willst du das öfter machen? Und im Satz danach ist dann mit „Spüren“ wieder ein Filterverb, das ich vielleicht auch eingespart hätte.

        „Harre“
        Kleiner Tippfehler.

        „Meine Beine fühlen sich an als wären sie bloß Stöcke, die bei jedem Schritt zerknacken könnten.“
        Ich find den Ansatz gut, aber die Beschreibung kriegt mich nicht. Und zerknacken ist auch eine Wortschöpfung, die mich eher irritiert. „… als wären sie zwei morsche Äste, die kaum mein Gewicht tragen“? Nur so spontan als Gedanke.

        Als der Protagonist dann die Frau findet, bin ich auch nicht nah genug dran. Sein Kopf schmerzt, er übergibt sich, ja, das ist der Situation angemessen, aber ich als Leser seh das so von außen. Ich kriege gar nicht richtig mit, was in ihm vorgeht. Wie er vielleicht nicht glauben kann, was er sieht. Und so. Da hätte ich mir mehr gewünscht.

        „Ich drehe mich um, aus reinem Reflex, und seh einen Schatten in den Gang treten. Die Person besitzt eine hünenhafte Gestalt und hält einen länglichen Gegenstand in der Hand.“
        Hier auch. „Die Person bestitz eine hünenhafte Gestalt“ schafft für mich zu viel Distanz. Ich glaube, ich hätte mich mehr in der Handlung gefühlt, wenn da sowas stünde wie „Ich sehe einen riesigen Schatten. Mein Gott, wie groß ist denn der Kerl? Und was hat er da in der Hand??“ oder so.

        „Das Fleischermesser in seiner Hand führt er wie einen Stab beim Staffellauf.“
        Den Vergleich fand ich sehr gelungen! Darunter kann ich mir sofort was vorstellen.

        „In den schwarzen Scherben des Gefäßes liegen sich eine Handvoll Finger.“
        Noch ein Tippfehler.

        „Ich bekomme einen Würgereiz, weiß aber, dass ich mich beeilen muss“
        Diese ganzen Verfolgungsszene bräuchte für mich mehr Unmittelbarkeit, mehr Identifikation mit dem fliehenden Protagonisten. Das bleibt alles so weit weg, als würde ich einen Zeitungsbericht drüber lesen, dabei soll ich doch mitfiebern und Angst haben.

        Beispiel:
        „Er überragt mich um einiges.“
        Wäre nicht sowas wie „Sein Kopf stößt fast an die Decke. Was für ein Monstrum!“, „Ich reiche dem Kerl gerade mal bis zu den Schultern.“ oder ein schlichtes „Er ist riesig!“ viel wirkungsvoller?

        So, das waren im Wesentlichen meine Gedanken. Wie gesagt, ich hoffe, ich komme nicht zu mäkelig rüber, und vielleicht ist das ja eh alles Quatsch, weil du die Geschichte genau so haben willst, wie sie ist, aber das hab ich halt beim Lesen gedacht. Danke auf jeden Fall für die Unterhaltung!

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      2. Puuh da hast du meine Geschichte ja mal richtig auseinandergenommen. Erstens: Das was du sagst ist natürlich kein Quatsch! Ich wollte die Geschichte nicht genau so. Die Tippfehler sind immer ärgerlich, die will ich natürlich nicht in der Geschichte haben. Und auch deine Anmerkung zu den Filterwörtern ist toll. Danke dafür, das wäre mir vermutlich gar nicht aufgefallen. Aber jetzt wo du es sagst, sticht es heraus. Ich werde versuchen in Zukunft auf solche nichtssagenden Filterwörter zu verzichten.
        Das Wort hünenhaft finde ich persönlich sehr aussagestark. Ich weiß sofort alles was ich über den Körperbau wissen will. Hätte ich gewusst, dass die Person eine Narbe am Hals hat, einen Schal trägt oder etwas derartiges, dann hätte ich es dazugeschrieben. Aber die Person trug nun mal nur schwarz und stand am Ende des Ganges. Außerdem war der Protagonist in Eile, da wollte ich auf keine kleinen Details eingehen. Und obendrein sieht der Erzähler den Mann später noch besser und dann wird er auch beschrieben.

        Was die Art der Horrorgeschichte anbelangt, so war ich ein wenig eingegrenzt, da ich eine Reizwortgeschichte schrieb, wenn dir das was sagt. Die Worte die ich einbauen musste waren „Wiese“ „Schneesturm“ und „Holz“. Es ist recht schwer mehrere Personen in einem Schneesturm zu beschreiben und da ich gleich zu Anfang die Idee mit der Hütte hatte, war es schwer bis unmöglich einen Dialog einzubauen. Aber eines kann ich dir versprechen, nämlich, dass in meiner nächsten Kurzgeschichte bestimmt mehr gesprochen werden wird.

        Ich finde es toll, dass du nicht nur gute Kritikpunkte, sondern auch Lob geäußerst hast! Ich bin wirklich froh nach einer so kurzen Zeit bereits so tolle Leute wie dich gefunden haben, die sich wirklich mit Texten auseinandersetzen und brauchbares Feedback geben. Vielen Dank, Muriel! Du bist eine Leserin, die sich wahrscheinlich jeder Betreiber eines Blogs wünschen würde.

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      3. Och wie nett, danke! (Spielt gar keine Rolle, aber ich will dich nicht in die Irre geführt haben: Ich bin ein Leser.) Find ich extrem sympathisch, wie du mit der Kritik umgehst. Ich hatte echt Sorge, dass sie besserwisserisch und arrogant rüber kommt.

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      4. Oh! Entschuldigung! *Leser! Weiß selber nit warum ich das geschrieben habe, denn ein Freund des Genderns bin ich nicht.
        Nein, kommt überhaupt nicht so rüber! Eher wie jemand der sich ganz gut auskennt und gerne hilft!

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      5. Du musst dich echt gar nicht entschuldigen. Mit meinem ambivalenten Nickname hab ich das in Kauf genommen. Fühle mich nur immer vage verpflichtet es richtig zu stellen, wenn ich einen falschen Eindruck erweckt habe.
        Na gut, dann also danke für die nette Reaktion, und falls du mal Lust hast, mir Feedback zu meinen Geschichten zu geben, schau gerne mal vorbei. Ich bin jetzt auch öfter hier.

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